Glossar / Steuernummer
Steuernummer
Die Steuernummer vergibt das Finanzamt für Dein Unternehmen. Sie unterscheidet sich von der Steuer-ID, die jede Person einmal erhält und von der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer für den EU-Handel.
Drei Nummern, drei Zwecke
Im Steuerrecht gibt es mehrere Nummern, die oft verwechselt werden. Die Steuernummer erteilt das örtlich zuständige Finanzamt, nachdem Du den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung abgegeben hast. Mit ihr ordnet das Finanzamt Deine Steuerfälle zu, zum Beispiel Einkommensteuer, Umsatzsteuer oder Gewerbesteuer. Sie kann sich ändern, wenn ein anderes Finanzamt zuständig wird.
Die Steuer-ID, auch Identifikationsnummer genannt, vergibt das Bundeszentralamt für Steuern an jede natürliche Person. Jede Nummer wird nur einmal vergeben und eine Person erhält nicht mehr als eine (§ 139b AO). Du brauchst sie unter anderem für die Einkommensteuererklärung und den Lohnsteuerabzug. Auf Rechnungen gehört sie nicht.
Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, kurz USt-IdNr., erteilt das Bundeszentralamt für Steuern auf Antrag an Unternehmer (§ 27a UStG). Du benötigst sie für den Handel mit Unternehmen in anderen EU-Staaten. Sie beginnt mit der Länderkennung, in Deutschland mit DE.
Welche Nummer gehört auf die Rechnung?
Nach § 14 Abs. 4 UStG muss eine Rechnung die Steuernummer oder die USt-IdNr. des leistenden Unternehmers enthalten. Welche der beiden Du verwendest, darfst Du wählen. Für Geschäfte mit EU-Bezug ist die USt-IdNr. in der Praxis häufig erforderlich. Die Steuer-ID ist kein Ersatz.
Zusätzlich gibt es die Wirtschafts-Identifikationsnummer nach § 139c AO. Sie beginnt mit DE und wird für wirtschaftlich Tätige vergeben, wenn die Finanzbehörde sie anfordert. Wie schnell sie die Steuernummer im Alltag ablöst, solltest Du beim Finanzamt erfragen.
Fiktives Beispiel: Eine Grafikerin stellt einem Kunden eine Rechnung über netto EUR 1.000,00 zuzüglich EUR 190,00 Umsatzsteuer aus. Statt der Steuernummer trägt sie versehentlich ihre persönliche Steuer-ID ein. Der Kunde will die EUR 190,00 Vorsteuer geltend machen. Die Rechnung enthält die vorgeschriebene Angabe nicht, der Vorsteuerabzug kann in Frage stehen. Die Grafikerin muss die Rechnung berichtigen und neu versenden, bevor der Kunde den Abzug sicher geltend machen kann.
Typische Fehler und Risiken
- Die Steuer-ID wird auf Rechnungen geschrieben. Sie ist keine Angabe nach § 14 Abs. 4 UStG und gehört nicht in Geschäftsunterlagen.
- Es wird keine USt-IdNr. beantragt, obwohl Leistungen an Unternehmer in anderen EU-Staaten erbracht werden. Dann fehlen Pflichtangaben.
- Nach einem Umzug in einen anderen Finanzamtsbezirk wird die neue Steuernummer nicht verwendet. Rechnungen und Erklärungen tragen dann veraltete Daten.
- Steuernummern werden unachtsam weitergegeben, etwa an Dritte ohne Anlass. Gib sie nur an Stellen, die sie wirklich benötigen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Steuernummer und Steuer-ID?
Wann brauche ich eine USt-IdNr.?
Wo finde ich meine Steuernummer?
Wann eine Beratung sinnvoll ist
Eine Beratung ist sinnvoll, wenn Du vor dem ersten EU-Geschäft stehst oder unsicher bist, welche Nummer in welche Unterlage gehört.
Auch gesucht als: Steuer-ID, Identifikationsnummer · Rechtsstand: Oktober 2026, letzte Aktualisierung: 08.10.2026. Allgemeine Information, ersetzt keine Beratung im Einzelfall.