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Problemfälle (Klar Schiff): Schätzung, Rückstände, Altlasten

Der strukturierte Cleaner-Prozess für Wachstumsunternehmen und Unternehmen im buchhalterischen Ausnahmezustand.

Ohne Vorwürfe und mit klarem Plan: Wir räumen auf und übergeben Dir ein tragfähiges System.

Buchhalterisches Chaos entsteht nicht über Nacht: Rasantes Unternehmenswachstum, gescheiterte Schnittstellen-Setups, überforderte Vorberater oder jahrelang verschleppte Altlasten führen schnell zu Schätzungsbescheiden, gesperrten Marktplatz-Konten und erheblichen Steuernachzahlungs-Risiken.

Wie es zur aktuellen Situation gekommen ist, bewerten wir nicht. Wir verwalten kein Chaos, sondern beheben die Ursachen. Mit unserem praxiserprobten Prozess „Klar Schiff“ übernehmen wir das Krisenmanagement: Wir bändigen unvollständige Massendaten, bereinigen ungeklärte Transitkonten, korrigieren fehlerhafte Voranmeldungen und stellen die lückenlose Betriebsprüfungssicherheit wieder her.

Unser Setup richtet sich an Unternehmen, die ein verlässliches Fundament für Skalierung, Investoren oder Bankgespräche benötigen. Sorgfältige Sanierungsarbeit ist eine individuelle Leistung und eine Investition in den Fortbestand und die Skalierbarkeit Deines Business.

Typische Ausgangslagen

Problemfälle sehen von außen verschieden aus. Im Kern sind es fast immer dieselben fünf Situationen, oft mehrere gleichzeitig.

Schätzungsbescheide

Erklärungen fehlen, das Finanzamt hat die Besteuerungsgrundlagen geschätzt. Die Zahlen liegen oft deutlich über der Realität.

Rückstände und Vollstreckung

Offene Steuern, Säumniszuschläge, Mahnungen bis hin zu Kontopfändungen. Die Liquidität wird jeden Monat enger.

Offene Erklärungen über Jahre

Umsatzsteuer, Jahresabschlüsse und Steuererklärungen sind für ein oder mehrere Jahre nicht erledigt.

Chaos nach Beraterwechsel

Der Vorberater hat aufgehört oder die Übergabe ist gescheitert. Buchungen sind lückenhaft, Konten nicht abgestimmt.

Probleme im Online-Handel

Marktplatz-Konto gesperrt, Steuernummer oder Registrierung im Ausland fehlt, Transitkonten und OSS-Meldungen passen nicht.

Der Klar-Schiff-Fahrplan in vier Phasen

Wir arbeiten in einer festen Reihenfolge: erst schützen, dann verstehen, dann aufarbeiten, dann neu aufstellen. So weißt Du in jeder Phase, wo Du stehst.

  1. 1

    Sofortschutz

    Wir zeigen dem Finanzamt die Mandatsübernahme an, beantragen Fristverlängerungen und prüfen, ob Vollstreckungsaufschub, Stundung oder Aussetzung der Vollziehung in Betracht kommen.

  2. 2

    Bestandsaufnahme

    Wir sammeln Bank-, Shop- und Zahlungsdaten, analysieren Fehlbuchungen, offene Transitkonten und falsche Steuersätze. Über docunest gleichen wir große Datenmengen automatisiert ab.

    • Daten
    • Konten
    • Lücken
  3. 3

    Aufarbeitung

    Wir erstellen fehlende und berichtigte Voranmeldungen, OSS-Meldungen, Jahresabschlüsse und Steuererklärungen, Jahr für Jahr in sinnvoller Reihenfolge.

    • Voranmeldungen
    • Abschlüsse
    • Erklärungen
  4. 4

    Neustart

    Wir überführen Deine laufende Buchhaltung in ein digitales Setup mit Schnittstellen und festen Abläufen und begleiten Dich danach als fester Ansprechpartner.

    • Schnittstellen
    • Routine
    • Kennzahlen
Ausgangslage
  • Schätzungen und Mahnungen vom Finanzamt
  • Belege verstreut, Konten nicht abgestimmt
  • Keine verlässlichen Zahlen für Bank oder Investoren
  • Unklar, was als Nächstes fällig ist
Nach Klar Schiff
  • Erklärungen eingereicht, Schätzungen geprüft
  • Buchhaltung vollständig und abgestimmt
  • Aktuelle Zahlen für Entscheidungen
  • Feste Abläufe und ein klarer Fristenplan

Was Du sofort tun kannst

  • Post öffnen und sammeln: Lege alle Schreiben des Finanzamts der letzten Monate an einen Ort, auch die unangenehmen. Fristen stehen oft im Kleingedruckten.
  • Fristen notieren: Gegen einen Bescheid kannst Du in der Regel innerhalb eines Monats Einspruch einlegen. Diese Frist ist wichtiger als jede Ordnung im Belegordner.
  • Nicht mehr abwarten: Je früher das Finanzamt weiß, dass sich jemand kümmert, desto eher sind Fristverlängerungen und Zahlungsvereinbarungen möglich.
  • Zugänge bereitlegen: Online-Banking, Zahlungsdienstleister, Shop- und Marktplatz-Konten. Sortieren musst Du nichts.

Fiktives Beispiel: Ein Online-Händler hat zwei Jahre lang keine Umsatzsteuer-Voranmeldungen abgegeben, weil die Schnittstelle zum Shop nicht lief. Das Finanzamt hat geschätzt und erste Vollstreckungsmaßnahmen angekündigt. Wir zeigen die Mandatsübernahme an, legen Einspruch gegen die jüngsten Bescheide ein und beantragen eine Fristverlängerung. Parallel holen wir die Daten aus Shop und Zahlungsdienstleister, erstellen die fehlenden Voranmeldungen und stimmen die Transitkonten ab. Danach läuft die laufende Buchhaltung über eine feste Schnittstelle. Wie lange das dauert und welche Nachzahlung am Ende bleibt, hängt vom Einzelfall ab.

Typische Fehler und Risiken

  • Briefe des Finanzamts bleiben ungeöffnet. Einspruchsfristen laufen ab, Schätzungen werden bestandskräftig.
  • Es werden schnell irgendwelche Zahlen nachgemeldet. Fehlerhafte Berichtigungen schaffen neue Probleme.
  • Nur die neuen Monate werden ordentlich gebucht, die Altjahre bleiben liegen. Die Rückstände wachsen weiter.
  • Steuerstrafrechtliche Fragen werden zu spät gestellt. Ob eine Selbstanzeige noch möglich ist, hängt vom Zeitpunkt ab.
  • Nach dem Aufräumen läuft alles wieder wie vorher. Ohne neue Abläufe entsteht das nächste Chaos.

Rechtsstand: Oktober 2026. Allgemeine Information, ersetzt keine Beratung im Einzelfall.

Fragen & Antworten zur Sanierung von Problemfällen

Ich habe seit Monaten oder Jahren keine Steuererklärungen abgegeben. Wie schnell könnt Ihr helfen? ▼
Wir handeln sofort. Zuerst sichern wir Dein Unternehmen ab, indem wir dem Finanzamt die Mandatsübernahme anzeigen, realistische Fristverlängerungen erwirken und eventuelle Kontopfändungen abwenden. Danach starten wir die schrittweise Aufarbeitung Deiner Zahlen.
Das Finanzamt hat meine Umsätze bereits geschätzt. Ist das Geld verloren? ▼
In der Regel nicht. Schätzungsbescheide ergehen häufig unter dem Vorbehalt der Nachprüfung oder sind noch mit dem Einspruch anfechtbar. Reichen wir die tatsächliche Buchhaltung und vollständige Erklärungen ein, kann der Bescheid geändert und an die realen Zahlen angepasst werden. Wichtig ist, dass Fristen nicht ablaufen.
Mein bisheriger Berater kommt mit meinen E-Commerce-Schnittstellen nicht klar. Was soll ich tun? ▼
Das ist der häufigste Grund für Problemfälle. CSV-Exporte, API-Schnittstellen und internationale Lager (z. B. PAN-EU) bringen belegorientierte Abläufe schnell an ihre Grenzen. Wir docken direkt an Deine Vorsysteme an und bereinigen fehlerhafte Schnittstellen automatisiert.
Drohen mir strafrechtliche Konsequenzen wegen Steuerhinterziehung? ▼
Wenn Steuererklärungen vorsätzlich oder grob fahrlässig nicht abgegeben wurden, steht schnell der Vorwurf der Steuerhinterziehung im Raum. Wir prüfen Deinen Einzelfall akribisch und leiten bei Bedarf eine strafbefreiende Selbstanzeige nach § 371 AO in die Wege. Für hochkomplexe strafrechtliche Spezialkonstellationen greifen wir auf unser spezialisiertes Experten-Netzwerk aus Fachanwälten für Steuerstrafrecht zurück.
Wie hoch ist mein eigener Vorbereitungsaufwand für „Klar Schiff“? ▼
Minimal. Du musst keine Belege sortieren. Wir benötigen lediglich Zugänge bzw. Exporte zu Deinen Bankkonten, Zahlungsdienstleistern, Shopsystemen und Deinem bisherigen DATEV-Datenbestand. Sofern nicht bereits vorliegend, benötigen wir sämtliche Ein- und Ausgangsrechnungen von Dir. Aber bitte nicht sortieren, das übernimmt unser Tool für Dich. Den Rest erledigen unsere Schnittstellen und unser Team.
Was kostet „Klar Schiff“? ▼
Das hängt davon ab, wie viele Jahre und Erklärungen offen sind und wie gut die Daten verfügbar sind. Grundlage ist die Steuerberatervergütungsverordnung. Nach der Bestandsaufnahme bekommst Du eine klare Vergütungsvereinbarung, die Aufarbeitung der Altjahre wird gesondert ausgewiesen.
Wie schnell lässt sich eine Vollstreckung stoppen? ▼
Eine Garantie gibt es nicht. Wir nehmen aber sofort Kontakt mit dem Finanzamt auf und prüfen, ob ein Vollstreckungsaufschub (§ 258 AO), eine Stundung (§ 222 AO) oder eine Aussetzung der Vollziehung (§ 361 AO) in Betracht kommt. Entscheidend ist in der Regel, dass erkennbar wird, dass die Rückstände geordnet aufgearbeitet werden.
Brauche ich alle alten Belege und Unterlagen? ▼
Nicht zwingend. Vieles lässt sich aus Kontoauszügen, Zahlungsdienstleistern, Shop- und Marktplatzdaten rekonstruieren. Fehlende Rechnungen fordern wir gezielt nach. Wo Belege endgültig fehlen, besprechen wir mit Dir, wie damit umzugehen ist.
Was passiert, wenn Erklärungen für mehrere Jahre fehlen? ▼
Dann arbeiten wir die Jahre in einer sinnvollen Reihenfolge ab, meist zuerst die Jahre mit Schätzungsbescheiden und laufenden Fristen. Parallel stimmen wir mit dem Finanzamt einen realistischen Zeitplan ab. Ob zusätzlich steuerstrafrechtliche Fragen zu klären sind, prüfen wir zu Beginn.
Helft Ihr auch bei gesperrten Marktplatz-Konten? ▼
Ja, soweit die Sperre steuerliche Ursachen hat, etwa eine fehlende Umsatzsteuer-Registrierung oder fehlende Nachweise. Wir klären die steuerliche Seite und stellen die Unterlagen bereit, die der Marktplatz in der Regel verlangt. Mehr zu den Besonderheiten im Online-Handel findest Du unter E-Commerce.

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