Steuer-Glossar
Steuerbegriffe kurz und verständlich erklärt, mit Beispielen und Verweisen auf passende Beiträge und Leistungen. 223 Begriffe von A bis Z.
Nach Themen sortiert: Apotheken · E-Commerce · Mittelstand · Vorsorge und Vermögen · Compliance und Tax Technology
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A
- AbgeltungsteuerDie Abgeltungsteuer ist eine Steuer von pauschal 25 Prozent auf private Kapitalerträge. Die Bank behält sie ein und führt sie ab, damit ist die Einkommensteuer auf diese Erträge in der Regel abgegolten.GmbH, Holding & Mittelstand
- AbschreibungAbschreibung (AfA, Absetzung für Abnutzung) verteilt die Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Wirtschaftsguts über die Nutzungsdauer. So wirkt der Aufwand Jahr für Jahr gewinnmindernd statt auf einmal.Buchführung & Jahresabschluss
- AltersvorsorgedepotDas Altersvorsorgedepot ist ein staatlich gefördertes Vorsorgeprodukt, das ab 2027 die Riester-Rente im Neugeschäft ersetzt. Es investiert am Kapitalmarkt und steht auch Selbstständigen offen.Einkommensteuer & Deklaration
- Amazon KDPAmazon KDP (Kindle Direct Publishing) ist der Self-Publishing-Dienst von Amazon. Umsatzsteuerlich räumst Du Amazon gegen Tantiemen Rechte ein, in der Regel ohne deutsche Umsatzsteuer im Reverse-Charge-Verfahren.Umsatzsteuer & E-Commerce
- Änderung von SteuerbescheidenEin bestandskräftiger Steuerbescheid lässt sich nur aus gesetzlich geregelten Gründen ändern, etwa nach § 164, § 173 oder § 175 AO und nur innerhalb der Festsetzungsfrist. Das gilt zu Deinen Gunsten wie zu Deinen Lasten.Betriebsprüfung, Verfahren & Rechtsschutz
- AnlagevermögenAnlagevermögen sind Gegenstände, die dauernd dem Geschäftsbetrieb dienen sollen, etwa Maschinen, Gebäude oder Fahrzeuge. Umlaufvermögen ist dagegen für Verbrauch oder Verkauf bestimmt.Buchführung & Jahresabschluss
- ApothekenkaufBeim Apothekenkauf übernimmt eine Apothekerin oder ein Apotheker eine bestehende Apotheke mit Einrichtung, Warenlager, Personal und Kundenstamm. Steuerlich entscheidet vor allem die Aufteilung des Kaufpreises.Apotheken
- Apotheken-OHGEine Apotheken-OHG ist eine offene Handelsgesellschaft, in der mehrere Apothekerinnen und Apotheker gemeinsam eine Apotheke betreiben. Jeder Gesellschafter braucht eine eigene Betriebserlaubnis.Apotheken
- ApothekenrechenzentrumEin Apothekenrechenzentrum rechnet im Auftrag der Apotheke die eingelösten Rezepte mit den gesetzlichen Krankenkassen ab. Es prüft die Daten, stellt die Sammelrechnungen und zahlt das Geld abzüglich Abschlägen und Gebühren an die Apotheke aus.Apotheken
- ApothekenwertDer Apothekenwert ist der Preis, den Käufer und Verkäufer für eine Apotheke vereinbaren. Es gibt kein gesetzliches Verfahren, in der Praxis kombinieren Beteiligte meist mehrere Bewertungsmethoden.Apotheken
- Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV)Die Arzneimittelpreisverordnung legt fest, mit welchen Zuschlägen Großhandel und Apotheken verschreibungspflichtige Arzneimittel abgeben dürfen. Für Fertigarzneimittel ergibt sich daraus ein bundesweit einheitlicher Abgabepreis.Apotheken
- AufbewahrungsfristenSteuerlich relevante Unterlagen musst Du sechs, acht oder zehn Jahre aufbewahren: Bücher und Jahresabschlüsse zehn, Buchungsbelege acht, Geschäftsbriefe sechs Jahre. Die Frist beginnt mit dem Ende des Kalenderjahres.Buchführung & Jahresabschluss
- AusfuhrlieferungEine Ausfuhrlieferung ist die Lieferung eines Gegenstands in ein Drittland außerhalb der EU. Sie ist nach § 4 Nr. 1 Buchst. a UStG umsatzsteuerfrei, wenn Du die Ausfuhr nachweisen kannst.Umsatzsteuer & E-Commerce
- Außergewöhnliche BelastungenAußergewöhnliche Belastungen sind zwangsläufige Aufwendungen, die höher sind als bei den meisten Steuerpflichtigen. Sie mindern die Steuer nur, soweit sie die zumutbare Belastung übersteigen (§ 33 EStG).Einkommensteuer & Deklaration
- Aussetzung der VollziehungDie Aussetzung der Vollziehung (AdV) stoppt die Zahlungspflicht aus einem angefochtenen Bescheid, bis über den Einspruch entschieden ist. Sie wird auf Antrag gewährt, etwa bei ernstlichen Zweifeln an der Rechtmäßigkeit.Betriebsprüfung, Verfahren & Rechtsschutz
B
- BasisrenteDie Basisrente, auch Rürup-Rente genannt, ist eine zertifizierte private Altersvorsorge mit lebenslanger Rente ab frühestens 62. Beiträge sind als Sonderausgaben bis zu einem Höchstbetrag abziehbar (§ 10 EStG).Einkommensteuer & Deklaration
- Berichtigung nach § 153 AODie Berichtigung nach § 153 AO verpflichtet Dich, nachträglich erkannte Fehler in einer Steuererklärung unverzüglich anzuzeigen und richtigzustellen. Sie ist keine Selbstanzeige und setzt voraus, dass Du den Fehler bei Abgabe nicht kanntest.Betriebsprüfung, Verfahren & Rechtsschutz
- Beschränkte SteuerpflichtBeschränkt steuerpflichtig ist, wer in Deutschland weder Wohnsitz noch gewöhnlichen Aufenthalt hat, aber inländische Einkünfte erzielt. Besteuert werden nur diese Einkünfte, bei der unbeschränkten Steuerpflicht das Welteinkommen.Internationales Steuerrecht
- Betriebliche AltersversorgungBetriebliche Altersversorgung (bAV) sind Versorgungsleistungen für Alter, Invalidität oder Tod, die ein Arbeitgeber aus Anlass des Arbeitsverhältnisses zusagt, etwa über Direktversicherung oder Pensionskasse.Lohn & Personal
- BetriebsaufspaltungEine Betriebsaufspaltung liegt vor, wenn Du wesentliche Betriebsgrundlagen an eine Gesellschaft vermietest, die Du beherrschst. Das Besitzunternehmen gilt dann als gewerblich und unterliegt der Gewerbesteuer.GmbH, Holding & Mittelstand
- BetriebsausgabenBetriebsausgaben sind Aufwendungen, die durch den Betrieb veranlasst sind (§ 4 Abs. 4 EStG). Sie mindern den Gewinn, sofern kein gesetzliches Abzugsverbot greift und Du sie belegen kannst.Buchführung & Jahresabschluss
- BetriebseinnahmenBetriebseinnahmen sind alle Zugänge in Geld oder Geldeswert, die durch den Betrieb veranlasst sind. Bei der Einnahmenüberschussrechnung bilden sie die eine Seite der Gewinnermittlung.Buchführung & Jahresabschluss
- BetriebsprüfungDie Betriebsprüfung (Außenprüfung, Steuerprüfung) ist die Prüfung Deiner Besteuerungsgrundlagen durch das Finanzamt. Sie beginnt mit einer Prüfungsanordnung und endet mit einem Prüfungsbericht.Betriebsprüfung, Verfahren & Rechtsschutz
- BetriebsstätteEine Betriebsstätte ist nach § 12 AO jede feste Geschäftseinrichtung oder Anlage, die einem Unternehmen dient. Auslandslager und Server können dort Ertragsteuerpflicht auslösen, unabhängig von der Umsatzsteuer.Internationales Steuerrecht
- BetriebsvermögenBetriebsvermögen sind alle Wirtschaftsgüter, die einem Betrieb dienen oder ihm bewusst zugeordnet werden. Was nicht dazugehört, ist Privatvermögen. Die Zuordnung entscheidet, was steuerlich erfasst wird.Buchführung & Jahresabschluss
- BewirtungskostenBewirtungskosten sind Aufwendungen für die Bewirtung von Geschäftspartnern. Sie sind nur zu 70 Prozent als Betriebsausgabe abziehbar (§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 EStG), wenn Anlass, Teilnehmer und Höhe nachgewiesen sind.Buchführung & Jahresabschluss
- BilanzDie Bilanz stellt zum Stichtag das Vermögen (Aktiva) dem Kapital (Passiva) gegenüber. Zusammen mit der Gewinn- und Verlustrechnung bildet sie den Jahresabschluss und dient als Grundlage der Gewinnermittlung.Buchführung & Jahresabschluss
- BotendienstDer Botendienst ist die Zustellung von Arzneimitteln durch Boten der Apotheke. Für verschreibungspflichtige Arzneimittel zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung erhält die Apotheke einen Zuschlag von EUR 2,50 zuzüglich Umsatzsteuer je Lieferort und Tag.Apotheken
- Break-even-PunktDer Break-even-Punkt (Gewinnschwelle) ist die Menge oder der Umsatz, ab dem die Erlöse alle Kosten decken. Darunter macht ein Unternehmen Verlust, darüber beginnt der Gewinn.Gründung & Unternehmensführung
- BuchführungspflichtDie Buchführungspflicht verpflichtet Unternehmer, Bücher zu führen und regelmäßig Abschlüsse zu erstellen. Die Pflicht folgt aus dem Handelsrecht (§ 140 AO) oder aus steuerlichen Größenmerkmalen (§ 141 AO).Buchführung & Jahresabschluss
- BuchungsbelegEin Buchungsbeleg ist der Nachweis für einen Geschäftsvorfall, etwa eine Rechnung, Quittung oder ein Kontoauszug. Nach dem Belegprinzip gilt: keine Buchung ohne Beleg. Buchungsbelege bewahrst Du acht Jahre auf.Buchführung & Jahresabschluss
- BusinessplanEin Businessplan ist ein schriftliches Konzept, das Geschäftsidee, Markt, Organisation und Finanzplanung eines Unternehmens beschreibt. Er dient der Planung und der Überzeugung von Banken und Investoren.Gründung & Unternehmensführung
- BWADie BWA (Betriebswirtschaftliche Auswertung) ist eine regelmäßige Auswertung der Buchhaltungszahlen, meist monatlich. Sie zeigt Umsatz, Kosten und vorläufiges Ergebnis und dient der unterjährigen Steuerung.Gründung & Unternehmensführung
C
- CashflowDer Cashflow ist der Saldo aus Ein- und Auszahlungen eines Zeitraums. Er zeigt, wie viel Geld ein Unternehmen tatsächlich erwirtschaftet hat, unabhängig vom buchhalterischen Gewinn.Gründung & Unternehmensführung
- Cloud-BuchhaltungCloud-Buchhaltung (Online-Buchhaltung) bedeutet, dass Buchführung und Belege in einer webbasierten Software liegen. Es gelten dieselben Pflichten wie sonst, vor allem die GoBD und die Regeln zum Speicherort.Buchführung & Jahresabschluss
D
- DAC7DAC7 ist eine EU-Richtlinie, nach der Plattformbetreiber Daten ihrer Anbieter an die Steuerbehörden melden. In Deutschland gilt das Plattformen-Steuertransparenzgesetz (PStTG), gemeldet wird jährlich bis zum 31. Januar.Umsatzsteuer & E-Commerce
- Datenzugriff der FinanzverwaltungDer Datenzugriff erlaubt dem Betriebsprüfer nach § 147 Abs. 6 AO, steuerlich relevante digitale Daten Deines Systems einzusehen, auswerten zu lassen oder auf einem Datenträger zu erhalten (Z1, Z2, Z3).GoBD & Tax Technology
- DATEV Unternehmen onlineDATEV Unternehmen online (DUo) ist eine Cloud-Anwendung der DATEV eG, über die Unternehmen und Steuerkanzlei Belege, Bank- und Kassendaten digital austauschen und zusammenarbeiten.GoBD & Tax Technology
- DauerfristverlängerungDie Dauerfristverlängerung verschiebt die Abgabe- und Zahlungsfrist Deiner Umsatzsteuer-Voranmeldungen um einen Monat. Wer monatlich meldet, muss dafür eine Sondervorauszahlung leisten.Umsatzsteuer & E-Commerce
- DeckungsbeitragDer Deckungsbeitrag ist der Betrag, der von den Erlösen nach Abzug der variablen Kosten übrig bleibt. Er zeigt, wie viel ein Produkt zur Deckung der Fixkosten und zum Gewinn beiträgt.Gründung & Unternehmensführung
- Degressive AbschreibungDie degressive Abschreibung (degressive AfA) schreibt bewegliche Wirtschaftsgüter mit einem festen Prozentsatz vom Restbuchwert ab. Anfangs ist die Abschreibung hoch, in den Folgejahren sinkt sie.Buchführung & Jahresabschluss
- DoppelbesteuerungsabkommenEin Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) ist ein Vertrag zwischen zwei Staaten, der regelt, welcher Staat welche Einkünfte besteuern darf. Es soll verhindern, dass dieselben Einkünfte doppelt besteuert werden.Internationales Steuerrecht
- Doppelte BuchführungDie doppelte Buchführung (Doppik) erfasst jeden Geschäftsvorfall auf mindestens zwei Konten, im Soll und im Haben. So entstehen Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung aus derselben Buchungsbasis.Buchführung & Jahresabschluss
- DropshippingDropshipping ist ein Handelsmodell, bei dem der Händler Ware verkauft, ohne sie zu lagern: Der Lieferant versendet direkt an den Kunden. Umsatzsteuerlich liegt dann häufig ein Reihengeschäft vor.Umsatzsteuer & E-Commerce
E
- E-BilanzDie E-Bilanz ist die elektronische Übermittlung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung an das Finanzamt nach § 5b EStG. Der Datensatz folgt einer amtlichen Taxonomie auf Basis von XBRL.Buchführung & Jahresabschluss
- EBITDAEBITDA bezeichnet das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Die Kennzahl zeigt die operative Ertragskraft eines Unternehmens und dient oft als Basis für Bewertung und Kreditgespräche.Gründung & Unternehmensführung
- EigenbelegEin Eigenbeleg ist ein selbst erstellter Beleg, mit dem Du einen Geschäftsvorfall dokumentierst, wenn kein Fremdbeleg vorliegt oder nicht beschafft werden kann. Er ist ein Notbehelf für Ausnahmefälle.Buchführung & Jahresabschluss
- Einbindung von Dienstleistern nach § 62a StBerG§ 62a StBerG regelt, wann Steuerberater externen Dienstleistern wie IT- oder Cloud-Anbietern Zugang zu Mandantengeheimnissen geben dürfen. Verlangt werden eine sorgfältige Auswahl, ein Vertrag in Textform mit Verschwiegenheitspflicht und bei Auslandsbezug ein vergleichbarer Geheimnisschutz.Steuerberatung & Kanzlei
- EinbringungEine Einbringung ist die Übertragung eines Betriebs, Teilbetriebs oder Mitunternehmeranteils auf eine Gesellschaft gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten. Steuerlich regeln das vor allem § 20 UmwStG und § 24 UmwStG.GmbH, Holding & Mittelstand
- EinfuhrumsatzsteuerDie Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) ist die Umsatzsteuer, die der Zoll bei der Einfuhr von Waren aus Drittländern erhebt. Unternehmer können sie unter Voraussetzungen als Vorsteuer abziehen.Umsatzsteuer & E-Commerce
- EinkommensteuerDie Einkommensteuer (ESt) ist die Steuer auf das Einkommen natürlicher Personen. Besteuert werden Einkünfte aus den sieben Einkunftsarten nach einem progressiven Tarif, der mit dem Grundfreibetrag beginnt.Einkommensteuer & Deklaration
- EinkommensteuererklärungMit der Einkommensteuererklärung meldest Du dem Finanzamt Deine Einkünfte des Kalenderjahres und machst Abzüge geltend. Die Regelfrist endet am 31. Juli des Folgejahres, mit Steuerberater später.Einkommensteuer & Deklaration
- EinkunftsartenDas Einkommensteuergesetz kennt sieben Einkunftsarten. Nur Einnahmen, die sich einer dieser Arten zuordnen lassen, unterliegen der Einkommensteuer. Die Zuordnung bestimmt auch, wie der Ertrag berechnet wird.Einkommensteuer & Deklaration
- EinlageEine Einlage liegt vor, wenn Du Geld oder Wirtschaftsgüter aus dem Privatvermögen in den Betrieb einbringst. Sie erhöht das Betriebsvermögen, aber nicht den Gewinn (§ 4 Abs. 1 Satz 8 EStG).Buchführung & Jahresabschluss
- EinnahmenüberschussrechnungDie Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) ist eine vereinfachte Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG: Der Gewinn ist der Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben.Buchführung & Jahresabschluss
- EinspruchDer Einspruch ist der außergerichtliche Rechtsbehelf, mit dem Du Dich beim Finanzamt gegen einen Steuerbescheid oder einen anderen Verwaltungsakt wehrst. Er ist fristgebunden und im Verfahren selbst gebührenfrei.Betriebsprüfung, Verfahren & Rechtsschutz
- EinspruchsfristDie Einspruchsfrist beträgt einen Monat und beginnt mit der Bekanntgabe des Steuerbescheids. Wer sie versäumt, kann den Bescheid grundsätzlich nicht mehr mit dem Einspruch angreifen.Betriebsprüfung, Verfahren & Rechtsschutz
- EinzelunternehmenEin Einzelunternehmen gehört einer einzelnen natürlichen Person. Der Inhaber haftet persönlich und unbeschränkt, versteuert den Gewinn über die Einkommensteuer und braucht kein Mindestkapital.GmbH, Holding & Mittelstand
- ELSTERELSTER ist das elektronische Verfahren der Finanzverwaltung für Steuererklärungen und Anmeldungen. Über das Portal Mein ELSTER und eine Schnittstelle für Software übermittelst Du Daten direkt an das Finanzamt.GoBD & Tax Technology
- EntnahmeEine Entnahme (Privatentnahme) liegt vor, wenn Du Geld, Waren oder Nutzungen aus dem Betrieb für private Zwecke verwendest. Geldentnahmen ändern den Gewinn nicht, Sachentnahmen können ihn erhöhen.Buchführung & Jahresabschluss
- ErbschaftsteuerDie Erbschaftsteuer wird auf den Vermögensübergang durch Erbfall erhoben. Wie viel Du zahlst, hängt vom Wert des Erwerbs, vom Verwandtschaftsgrad und von den persönlichen Freibeträgen ab.Erbschaft, Schenkung & Nachfolge
- E-RechnungDie E-Rechnung ist eine Rechnung in einem strukturierten elektronischen Format nach EN 16931, die maschinell verarbeitet werden kann. Zwischen inländischen Unternehmern ist sie schrittweise Pflicht (§ 14 UStG).GoBD & Tax Technology
- Erlass von SteuernBeim Erlass verzichtet das Finanzamt nach § 227 AO ganz oder teilweise auf eine Steuer, weil ihre Einziehung im Einzelfall unbillig wäre. Anders als bei der Stundung erlischt der Anspruch endgültig.Betriebsprüfung, Verfahren & Rechtsschutz
- Ersetzendes ScannenErsetzendes Scannen heißt, Papierbelege einzuscannen und das Original danach zu vernichten. Steuerlich ist das zulässig, wenn die GoBD eingehalten werden, vor allem mit dokumentiertem Verfahren und unveränderbarer Archivierung.GoBD & Tax Technology
- ErstausbildungEine Erstausbildung ist die erste geordnete Berufsausbildung oder das erste Studium. Ob sie vorliegt, entscheidet über Kindergeld und über den Kostenabzug als Werbungskosten oder nur als Sonderausgaben.Einkommensteuer & Deklaration
- ExistenzgründungEine Existenzgründung ist der Start einer selbstständigen Tätigkeit, gewerblich oder freiberuflich. Steuerlich löst sie Anzeigepflichten, den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung und Entscheidungen zu Rechtsform und Umsatzsteuer aus.Gründung & Unternehmensführung
F
- FahrtenbuchDas Fahrtenbuch ist der Nachweis, mit dem Du die Anteile von betrieblichen und privaten Fahrten eines Fahrzeugs belegst. Mit einem ordnungsgemäßen Fahrtenbuch versteuerst Du nur die tatsächlichen Privatkosten.Buchführung & Jahresabschluss
- FernverkaufEin innergemeinschaftlicher Fernverkauf liegt vor, wenn Du Waren an Privatkunden in einem anderen EU-Staat versendest. Ab einer EU-weiten Schwelle von EUR 10.000,00 im Jahr ist die Lieferung im Land des Kunden steuerpflichtig, gemeldet wird meist über den OSS.Umsatzsteuer & E-Commerce
- FestsetzungsverjährungDie Festsetzungsverjährung (Festsetzungsfrist) begrenzt, wie lange das Finanzamt Steuern festsetzen oder Bescheide ändern darf. Sie beträgt in der Regel vier Jahre, bei Hinterziehung zehn Jahre.Betriebsprüfung, Verfahren & Rechtsschutz
- FilialapothekeEine Filialapotheke ist eine weitere öffentliche Apotheke, die ein Apotheker neben seiner selbst geführten Hauptapotheke betreibt. Nach § 1 Abs. 2 ApoG sind bis zu drei Filialen erlaubt, die in räumlicher Nähe zur Hauptapotheke liegen müssen.Apotheken
- FinanzgerichtsverfahrenDas Finanzgerichtsverfahren beginnt nach dem Einspruch mit der Klage zum Finanzgericht. Gegen das Urteil gibt es die Revision zum Bundesfinanzhof, wenn sie zugelassen wird, sonst die Nichtzulassungsbeschwerde.Betriebsprüfung, Verfahren & Rechtsschutz
- FirmenwagenEin Firmenwagen (Dienstwagen, Betriebsfahrzeug) gehört zum Betrieb und darf oft auch privat genutzt werden. Den privaten Anteil versteuerst Du pauschal nach der 1-Prozent-Regelung oder anhand eines Fahrtenbuchs.Buchführung & Jahresabschluss
- Forschungszulage (FZulG)Die Forschungszulage ist eine steuerliche Förderung für Forschung und Entwicklung nach dem Forschungszulagengesetz. Sie beträgt 25 % der förderfähigen Aufwendungen, für kleine und mittlere Unternehmen auf Antrag 35 % und wird auf die Steuer angerechnet oder ausgezahlt.GmbH, Holding & Mittelstand
- Fragebogen zur steuerlichen ErfassungDer Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ist die Meldung beim Finanzamt bei Gründung oder Betriebseröffnung. Aus Deinen Angaben ergeben sich Steuernummer, Vorauszahlungen und die umsatzsteuerliche Einordnung.Gründung & Unternehmensführung
- FreiberuflerFreiberufler üben nach § 18 EStG einen freien Beruf aus, etwa als Arzt, Rechtsanwalt, Architekt oder Steuerberater. Die Einkünfte gehören zur selbstständigen Arbeit, Gewerbesteuer fällt darauf nicht an.Einkommensteuer & Deklaration
- FremdbesitzverbotDas Fremdbesitzverbot besagt, dass nur approbierte Apothekerinnen und Apotheker eine Apotheke besitzen und in eigener Verantwortung leiten dürfen. Eine GmbH kann keine Apotheke betreiben.Apotheken
- Fulfillment by AmazonFulfillment by Amazon (FBA) ist ein Programm, bei dem Verkäufer ihre Ware in Amazon-Lager schicken und Amazon Lagerung, Versand und Retouren übernimmt. Steuerlich entstehen dadurch eigene Pflichten.Umsatzsteuer & E-Commerce
- FünftelregelungDie Fünftelregelung (§ 34 Abs. 1 EStG) mildert die Steuerprogression bei außerordentlichen Einkünften wie einem Veräußerungsgewinn. Die Steuer wird so berechnet, als flösse ein Fünftel des Gewinns in fünf Jahren zu.Immobilien & Vermögen
G
- GbRDie GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) ist der Zusammenschluss von mindestens zwei Personen zu einem gemeinsamen Zweck. Sie entsteht formlos, die Gesellschafter haften persönlich.GmbH, Holding & Mittelstand
- GebäudeabschreibungDie Gebäudeabschreibung (Gebäude-AfA) verteilt die Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Gebäudes über die Nutzungsdauer. Bei vermieteten Immobilien mindert sie jedes Jahr die steuerpflichtigen Einkünfte, ohne dass Geld abfließt.Immobilien & Vermögen
- GelangensbestätigungDie Gelangensbestätigung ist eine Bestätigung des Abnehmers, dass die gelieferte Ware in einen anderen EU-Staat gelangt ist. Sie dient als Nachweis der steuerfreien innergemeinschaftlichen Lieferung.Umsatzsteuer & E-Commerce
- GeldtransitkontoDas Geldtransitkonto ist ein Verrechnungskonto für Geldbewegungen zwischen eigenen Konten, zum Beispiel von PayPal auf das Bankkonto. Es hilft, Auszahlungen von Zahlungsdienstleistern und Marktplätzen lückenlos abzustimmen.Buchführung & Jahresabschluss
- Geringwertige WirtschaftsgüterGeringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) sind bewegliche, selbstständig nutzbare Anlagegüter, deren Anschaffungskosten netto höchstens EUR 800,00 betragen. Du kannst sie im Jahr der Anschaffung sofort abschreiben.Buchführung & Jahresabschluss
- GeschäftsführervergütungDie Geschäftsführervergütung ist das Entgelt, das eine GmbH ihrem Geschäftsführer zahlt. Beim Gesellschafter-Geschäftsführer muss sie angemessen sein, sonst droht eine verdeckte Gewinnausschüttung.GmbH, Holding & Mittelstand
- GesellschafterdarlehenEin Gesellschafterdarlehen ist ein Darlehen, das ein Gesellschafter seiner GmbH gewährt. Es stärkt die Liquidität, folgt aber besonderen Regeln im Steuer- und Insolvenzrecht.GmbH, Holding & Mittelstand
- Gesellschafter-GeschäftsführerEin Gesellschafter-Geschäftsführer (GGF) ist an der GmbH beteiligt und führt zugleich deren Geschäfte. Steuerlich gilt der Fremdvergleich, sozialversicherungsrechtlich kommt es auf Einfluss und Weisungsfreiheit an.GmbH, Holding & Mittelstand
- GewerbeanmeldungDie Gewerbeanmeldung ist die Anzeige des Beginns eines Gewerbebetriebs bei der zuständigen Gemeinde. Die Gemeinde leitet die Daten an Finanzamt und Kammern weiter. Sie ersetzt aber nicht die Meldung beim Finanzamt.Gründung & Unternehmensführung
- GewerbebetriebEin Gewerbebetrieb ist nach § 15 Abs. 2 EStG eine selbstständige, nachhaltige Tätigkeit mit Gewinnerzielungsabsicht, mit der Du am allgemeinen Markt teilnimmst. Freie Berufe und reine Vermögensverwaltung zählen nicht dazu.Einkommensteuer & Deklaration
- GewerbesteuerDie Gewerbesteuer ist eine Gemeindesteuer auf den Gewerbeertrag gewerblicher Unternehmen. Sie ergibt sich aus Gewerbeertrag, Steuermesszahl von 3,5 Prozent und dem Hebesatz der Gemeinde.GmbH, Holding & Mittelstand
- Gewerbesteuer-HinzurechnungDie Gewerbesteuer-Hinzurechnung nach § 8 Nr. 1 GewStG rechnet Zinsen, Mieten, Pachten und Lizenzen teilweise wieder dem Gewinn hinzu. Sie erhöht den Gewerbeertrag, sobald die Summe EUR 200.000,00 übersteigt.GmbH, Holding & Mittelstand
- Gewerblicher GrundstückshandelGewerblicher Grundstückshandel liegt vor, wenn Du Immobilien so häufig kaufst und verkaufst, dass Dein Handeln keine private Vermögensverwaltung mehr ist. Als Indiz gilt die Drei-Objekt-Grenze: mehr als drei Objekte innerhalb von fünf Jahren.Immobilien & Vermögen
- GewinnausschüttungEine Gewinnausschüttung ist die Auszahlung von Gewinn einer GmbH an ihre Gesellschafter auf Basis eines Gesellschafterbeschlusses. Beim Gesellschafter ist sie steuerpflichtiger Kapitalertrag.GmbH, Holding & Mittelstand
- GewinnermittlungGewinnermittlung bezeichnet die Methode, mit der der steuerliche Gewinn bestimmt wird. Die wichtigsten Arten sind der Betriebsvermögensvergleich (Bilanz) und die Einnahmenüberschussrechnung.Buchführung & Jahresabschluss
- Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) stellt alle Erträge und Aufwendungen eines Geschäftsjahres gegenüber. Die GuV zeigt, wie der Jahresüberschuss oder Jahresfehlbetrag entstanden ist.Buchführung & Jahresabschluss
- GmbHDie GmbH ist eine Kapitalgesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit. Die Gesellschafter haften grundsätzlich nur mit ihrer Einlage, die Gesellschaft zahlt Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer.GmbH, Holding & Mittelstand
- GmbH & Co. KGDie GmbH & Co. KG ist eine Kommanditgesellschaft, deren persönlich haftende Gesellschafterin eine GmbH ist. Sie verbindet Haftungsbegrenzung mit der Besteuerung als Personengesellschaft.GmbH, Holding & Mittelstand
- GoBDDie GoBD sind ein BMF-Schreiben mit den Grundsätzen zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff der Finanzverwaltung.GoBD & Tax Technology
- Größenklassen von KapitalgesellschaftenDie Größenklassen nach § 267 und § 267a HGB teilen Kapitalgesellschaften in Kleinst-, kleine, mittelgroße und große Gesellschaften ein. Maßgeblich sind Bilanzsumme, Umsatzerlöse und die Zahl der Arbeitnehmer.Buchführung & Jahresabschluss
- GründungszuschussDer Gründungszuschuss nach § 93 und § 94 SGB III ist eine Förderung der Agentur für Arbeit für Arbeitslose, die sich hauptberuflich selbständig machen. Es gibt keinen Rechtsanspruch, die Agentur entscheidet nach Ermessen.Gründung & Unternehmensführung
- GrunderwerbsteuerDie Grunderwerbsteuer fällt einmalig beim Erwerb eines Grundstücks an, vor allem beim Kauf. Den Steuersatz bestimmt das Bundesland, in Hessen beträgt er derzeit 6 %. Bemessungsgrundlage ist in der Regel der Kaufpreis.Immobilien & Vermögen
- GrundfreibetragDer Grundfreibetrag ist der Teil des zu versteuernden Einkommens, auf den keine Einkommensteuer anfällt. Er sichert das Existenzminimum und beträgt 2026 EUR 12.348,00 für Alleinstehende.Einkommensteuer & Deklaration
- GrundsteuerDie Grundsteuer ist eine jährlich zu zahlende Steuer auf Grundbesitz. Das Finanzamt setzt den Grundsteuermessbetrag fest, die Gemeinde wendet ihren Hebesatz an und erlässt den Bescheid.Immobilien & Vermögen
- Gutscheine im UmsatzsteuerrechtDas Umsatzsteuerrecht unterscheidet Einzweck- und Mehrzweckgutscheine (§ 3 Abs. 13 bis 15 UStG). Beim Einzweckgutschein entsteht die Umsatzsteuer schon beim Verkauf, beim Mehrzweckgutschein erst bei der Einlösung.Umsatzsteuer & E-Commerce
H
- Häusliches ArbeitszimmerDas häusliche Arbeitszimmer ist ein in die Wohnung eingebundener, büromäßig genutzter Raum. Seine Kosten sind unter bestimmten Voraussetzungen als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abziehbar.Buchführung & Jahresabschluss
- HaftungsbescheidMit einem Haftungsbescheid nimmt das Finanzamt eine Person für fremde Steuerschulden in Anspruch, etwa den Geschäftsführer für Steuern der GmbH. Rechtsgrundlage ist § 191 AO, die Haftung selbst ergibt sich zum Beispiel aus § 69 AO.Betriebsprüfung, Verfahren & Rechtsschutz
- Haushaltsnahe Dienstleistungen und HandwerkerleistungenFür haushaltsnahe Dienstleistungen, Beschäftigungsverhältnisse und Handwerkerleistungen in Deinem Haushalt gewährt § 35a EStG eine Steuerermäßigung von 20 % der Arbeitskosten. Sie wird direkt von der Einkommensteuer abgezogen.Einkommensteuer & Deklaration
- Herstellungs- und ErhaltungsaufwandErhaltungsaufwand ist sofort abziehbar, Herstellungsaufwand wird über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abgrenzung entscheidet bei Gebäuden, wie schnell sich Sanierungskosten steuerlich auswirken.Immobilien & Vermögen
- HilfstaxeDie Hilfstaxe ist ein Vertrag zwischen dem Deutschen Apothekerverband und dem GKV-Spitzenverband. Er legt fest, zu welchen Preisen Apotheken Rezepturen, Stoffe und Zubereitungen mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen.Apotheken
- HoldingEine Holding (Holdinggesellschaft) hält Beteiligungen an anderen Gesellschaften. Gewinnausschüttungen und Veräußerungsgewinne aus Beteiligungen sind bei einer Kapitalgesellschaft zu 95 Prozent steuerfrei.GmbH, Holding & Mittelstand
I
- Innergemeinschaftliche LieferungEine innergemeinschaftliche Lieferung (igL) ist die steuerfreie Lieferung eines Unternehmers an einen anderen Unternehmer in einem anderen EU-Staat. Die Steuerfreiheit setzt Nachweise und eine gültige USt-IdNr. voraus.Umsatzsteuer & E-Commerce
- Innergemeinschaftlicher ErwerbEin innergemeinschaftlicher Erwerb (ig. Erwerb) liegt vor, wenn ein Unternehmer Ware aus einem anderen EU-Staat gegen Entgelt bezieht. Die Umsatzsteuer erklärst Du selbst, den Vorsteuerabzug erhältst Du meist zurück.Umsatzsteuer & E-Commerce
- Internes KontrollsystemEin Internes Kontrollsystem (IKS) ist die Summe der Regeln, Kontrollen und Verantwortlichkeiten, mit denen ein Unternehmen Fehler und Verstöße vermeidet und die Ordnungsmäßigkeit seiner Abläufe sichert.GoBD & Tax Technology
- InventurDie Inventur ist die körperliche und buchmäßige Bestandsaufnahme aller Vermögensgegenstände und Schulden zu einem Stichtag. Das Ergebnis hältst Du im Inventar fest.Buchführung & Jahresabschluss
- InvestitionsabzugsbetragDer Investitionsabzugsbetrag (IAB) nach § 7g EStG erlaubt Dir, bis zu 50 Prozent der geplanten Anschaffungskosten eines beweglichen Wirtschaftsguts bis zu drei Jahre vor dem Kauf vom Gewinn abzuziehen.Buchführung & Jahresabschluss
- IOSS (Import-One-Stop-Shop)Der IOSS (Import-One-Stop-Shop) ist ein freiwilliges Verfahren nach § 18k UStG für Fernverkäufe von Waren aus dem Drittland an Privatkunden in der EU bis zu einem Sachwert von EUR 150,00. Die Umsatzsteuer aller EU-Staaten wird monatlich über eine einzige Erklärung beim BZSt abgeführt.Umsatzsteuer & E-Commerce
J
K
- KanzleiübernahmeEine Kanzleiübernahme ist der Kauf oder Verkauf einer Steuerberaterpraxis mit Mandantenstamm, Personal und Ausstattung. Steuerlich geht es beim Verkäufer um einen begünstigten Veräußerungsgewinn und beim Käufer um die Abschreibung des Praxiswerts.Steuerberatung & Kanzlei
- KapitalertragsteuerDie Kapitalertragsteuer (KapESt) ist eine Vorauszahlung auf die Einkommen- oder Körperschaftsteuer, die die auszahlende Stelle einbehält. Bei Gewinnausschüttungen einer GmbH beträgt sie 25 Prozent.GmbH, Holding & Mittelstand
- KassenabschlagDer Kassenabschlag ist ein gesetzlicher Rabatt, den Apotheken den gesetzlichen Krankenkassen gewähren. Er beträgt derzeit EUR 1,77 je verschreibungspflichtigem Fertigarzneimittel und mindert den Rohertrag der Apotheke.Apotheken
- KassenführungKassenführung umfasst alle Pflichten bei Bargeschäften: Einzelaufzeichnung, tägliche Kassenführung, bei elektronischen Kassen eine zertifizierte TSE und die Belegausgabe (§§ 146, 146a AO).GoBD & Tax Technology
- KleinunternehmerregelungDie Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG) befreit Unternehmer mit geringen Umsätzen von der Umsatzsteuer. Du weist keine Umsatzsteuer aus, darfst dafür aber auch keine Vorsteuer abziehen.Umsatzsteuer & E-Commerce
- KontenrahmenEin Kontenrahmen ist ein Ordnungsschema, das Konten nummeriert und in Klassen gliedert. Verbreitet sind die DATEV-Standardkontenrahmen SKR03 und SKR04. Das Gesetz schreibt keinen bestimmten Rahmen vor.Buchführung & Jahresabschluss
- KörperschaftsteuerDie Körperschaftsteuer (KSt) ist die Einkommensteuer der Kapitalgesellschaften. Sie beträgt derzeit 15 Prozent des zu versteuernden Einkommens von Körperschaften wie der GmbH, zuzüglich Solidaritätszuschlag.GmbH, Holding & Mittelstand
- KryptowährungenKryptowerte wie Bitcoin gelten steuerlich als Wirtschaftsgüter. Gewinne aus Verkauf, Tausch oder Bezahlen sind innerhalb der einjährigen Haltefrist einkommensteuerpflichtig, soweit die Freigrenze von EUR 1.000,00 erreicht ist.Einkommensteuer & Deklaration
- Künstliche Intelligenz in der BuchhaltungKI in der Buchhaltung ist der Einsatz lernender Software für Belegerkennung, Kontierungsvorschläge und Auswertungen. Steuerlich gelten weiterhin GoBD, Datenschutz und die Regeln der KI-Verordnung.GoBD & Tax Technology
- Kurzfristige BeschäftigungEine kurzfristige Beschäftigung ist von Anfang an auf höchstens drei Monate oder 70 Arbeitstage im Kalenderjahr begrenzt und darf nicht berufsmäßig sein. Die Tätigkeit ist grundsätzlich sozialversicherungsfrei.Lohn & Personal
L
- LiebhabereiLiebhaberei liegt vor, wenn eine Tätigkeit ohne Gewinnerzielungsabsicht betrieben wird. Verluste aus einem solchen Hobby-Betrieb erkennt das Finanzamt steuerlich nicht an, Gewinne bleiben steuerfrei.Einkommensteuer & Deklaration
- LieferschwelleDie Lieferschwelle ist eine Umsatzgrenze für Fernverkäufe an Privatkunden in anderen EU-Staaten. Bis EUR 10.000,00 netto im Jahr bleibt es bei der Umsatzsteuer des Ursprungslands.Umsatzsteuer & E-Commerce
- LiquiditätsplanungLiquiditätsplanung ist die Vorschau auf Deine künftigen Ein- und Auszahlungen, mit der Du Zahlungsengpässe früh erkennst. Das Ergebnis ist der Liquiditätsplan, meist monats- oder wochenweise.Gründung & Unternehmensführung
- LohnabrechnungDie Lohnabrechnung, auch Gehaltsabrechnung genannt, zeigt vom Bruttolohn über Steuern und Sozialabgaben bis zum Nettolohn, was ein Arbeitnehmer erhält. Der Arbeitgeber muss sie in Textform erteilen.Lohn & Personal
- LohnsteuerDie Lohnsteuer ist die Einkommensteuer auf Arbeitslohn, die der Arbeitgeber bei jeder Zahlung einbehält und ans Finanzamt abführt. Er meldet sie in der Lohnsteuer-Anmeldung.Lohn & Personal
M
- MarktplatzhaftungDie Marktplatzhaftung nach § 25e UStG (Plattformhaftung) macht Betreiber elektronischer Marktplätze haftbar für Umsatzsteuer, die Händler auf der Plattform nicht abführen. Für Händler bedeutet sie Nachweisdruck.Umsatzsteuer & E-Commerce
- MidijobEin Midijob ist eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Übergangsbereich, 2026 mit einem Monatsverdienst von EUR 603,01 bis EUR 2.000,00. Der Arbeitnehmer zahlt dabei geringere Beiträge.Lohn & Personal
- MinijobEin Minijob ist eine geringfügige Beschäftigung. Das regelmäßige Monatsentgelt liegt unter einer gesetzlichen Grenze, die am Mindestlohn hängt, oder die Beschäftigung ist kurzfristig befristet.Lohn & Personal
- MitunternehmerschaftEine Mitunternehmerschaft liegt vor, wenn mehrere Personen gemeinsam ein Unternehmen betreiben und Mitunternehmerrisiko sowie Mitunternehmerinitiative tragen. Ihre Gewinne werden den Mitunternehmern anteilig zugerechnet.GmbH, Holding & Mittelstand
N
- NachzahlungszinsenNachzahlungszinsen sind Zinsen nach § 233a AO, die das Finanzamt festsetzt, wenn eine Steuer erst lange nach Ablauf des Entstehungsjahres festgesetzt wird und Du nachzahlen musst. Aktuell sind es 0,15 % je vollem Monat.Betriebsprüfung, Verfahren & Rechtsschutz
- NebeneinkünfteNebeneinkünfte sind Einnahmen neben Deiner Haupttätigkeit, etwa aus Nebenverdienst, Nebengewerbe oder Vermietung. Grundsätzlich sind sie einkommensteuerpflichtig, auch wenn Du nicht zur Abgabe einer Erklärung verpflichtet bist.Einkommensteuer & Deklaration
- NichtzulassungsbeschwerdeMit der Nichtzulassungsbeschwerde wehrst Du Dich dagegen, dass das Finanzgericht die Revision zum Bundesfinanzhof nicht zugelassen hat. Sie ist in § 116 FGO geregelt und muss innerhalb eines Monats beim BFH eingelegt werden.Betriebsprüfung, Verfahren & Rechtsschutz
- NießbrauchNießbrauch ist das Recht, eine fremde Sache zu nutzen und ihre Erträge zu ziehen, etwa Mieten. Bei Schenkungen mindert sein Kapitalwert den steuerpflichtigen Erwerb, bei den Einkünften verschiebt er die Zurechnung.Erbschaft, Schenkung & Nachfolge
- NIS-2NIS-2 ist die EU-Richtlinie zur Cybersicherheit, in Deutschland durch das NIS2UmsuCG in das BSI-Gesetz überführt. Sie verpflichtet bestimmte Unternehmen zu Sicherheitsmaßnahmen und ihre Geschäftsleitung zu Umsetzung und Überwachung.GoBD & Tax Technology
- NotdienstpauschaleDie Notdienstpauschale ist der Zuschuss, den Apotheken aus dem Nacht- und Notdienstfonds für geleistete Notdienste erhalten. Finanziert wird der Fonds über einen Zuschlag von 21 Cent je abgegebenem verschreibungspflichtigem Fertigarzneimittel.Apotheken
O
- Offenlegung des JahresabschlussesDie Offenlegung nach § 325 HGB verpflichtet Kapitalgesellschaften, ihren Jahresabschluss elektronisch an das Unternehmensregister zu übermitteln. Die Frist beträgt grundsätzlich zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag.Buchführung & Jahresabschluss
- One-Stop-ShopDer One-Stop-Shop (OSS) ist ein Meldeverfahren, mit dem Unternehmer ihre Umsätze an Privatkunden in anderen EU-Staaten zentral beim Bundeszentralamt für Steuern erklären und die Umsatzsteuer dort entrichten.Umsatzsteuer & E-Commerce
- Optionsmodell (§ 1a KStG)Mit dem Optionsmodell nach § 1a KStG kann sich eine Personenhandelsgesellschaft, Partnerschaftsgesellschaft oder eingetragene GbR ertragsteuerlich wie eine Kapitalgesellschaft behandeln lassen. Zivilrechtlich bleibt sie eine Personengesellschaft.GmbH, Holding & Mittelstand
- OrganschaftBei der Organschaft wird das Einkommen einer Tochtergesellschaft dem Organträger zugerechnet. Voraussetzung sind finanzielle Eingliederung und ein mindestens fünf Jahre laufender Gewinnabführungsvertrag.GmbH, Holding & Mittelstand
P
- PAN-EU-ProgrammDas PAN-EU-Programm (Pan-EU, Amazon PAN-EU) verteilt Deine Ware automatisch auf Amazon-Lager in mehreren EU-Staaten. Die Lagerung löst in diesen Ländern eigene umsatzsteuerliche Pflichten aus, die OSS nicht abdeckt.Umsatzsteuer & E-Commerce
- Partiarisches DarlehenEin partiarisches Darlehen ist ein Darlehen, bei dem der Geber statt fester Zinsen oder zusätzlich einen Anteil an Gewinn oder Umsatz des Schuldners erhält. Die Erträge sind meist Einkünfte aus Kapitalvermögen.Immobilien & Vermögen
- PensionszusageEine Pensionszusage ist das Versprechen der GmbH, ihrem Geschäftsführer im Alter eine Rente zu zahlen. Steuerlich ist sie anerkannt, wenn sie schriftlich erteilt wird und einem Fremdvergleich standhält.GmbH, Holding & Mittelstand
- PersonengesellschaftPersonengesellschaften wie GbR, OHG und KG zahlen keine eigene Einkommen- oder Körperschaftsteuer. Der Gewinn wird den Gesellschaftern zugerechnet. Die Gewerbesteuer schuldet die Gesellschaft selbst.GmbH, Holding & Mittelstand
- PfändungsschutzPfändungsschutz sind gesetzliche Grenzen, die Schuldnern Einkommen, Kontoguthaben und Altersvorsorge in bestimmtem Umfang erhalten. Für Selbstständige ist er ein Teil der Asset Protection, des Schutzes privater Vermögenswerte.Einkommensteuer & Deklaration
- Pharmazeutische DienstleistungenPharmazeutische Dienstleistungen (pDL) sind Leistungen der Apotheke, die über die gesetzliche Beratungspflicht hinausgehen, etwa die erweiterte Medikationsberatung. Das Impfen in der Apotheke ist eigenständig geregelt.Apotheken
- Private VeräußerungsgeschäftePrivate Veräußerungsgeschäfte sind Verkäufe bestimmter Wirtschaftsgüter innerhalb der Spekulationsfrist. Bei Grundstücken beträgt sie zehn Jahre, bei Kryptowährungen und anderen Gütern in der Regel ein Jahr. Der Gewinn ist einkommensteuerpflichtig.Immobilien & Vermögen
- ProgressionsvorbehaltBeim Progressionsvorbehalt bleiben bestimmte steuerfreie Einnahmen, etwa Elterngeld oder Arbeitslosengeld, steuerfrei. Sie erhöhen aber den Steuersatz, mit dem Dein übriges Einkommen besteuert wird.Einkommensteuer & Deklaration
- ProzessautomatisierungProzessautomatisierung ersetzt wiederkehrende manuelle Schritte wie Belegerfassung, Freigaben oder Zahlungsabgleich durch Software, die Daten automatisch übernimmt, prüft und weitergibt.GoBD & Tax Technology
- PrüfungsanordnungDie Prüfungsanordnung ist der Verwaltungsakt, mit dem das Finanzamt eine Betriebsprüfung anordnet. Sie legt Steuerarten, Zeiträume und Umfang fest und löst Deine Mitwirkungspflichten aus.Betriebsprüfung, Verfahren & Rechtsschutz
Q
R
- RechnungEine Rechnung ist jedes Dokument, mit dem über eine Lieferung oder sonstige Leistung abgerechnet wird. Die Pflichtangaben stehen in § 14 Abs. 4 UStG und entscheiden mit darüber, ob Dein Kunde die Vorsteuer abziehen kann.Umsatzsteuer & E-Commerce
- RechtsformDie Rechtsform legt fest, in welcher rechtlichen Gestalt ein Unternehmen auftritt. Sie bestimmt unter anderem Haftung, Besteuerung, Gründungsaufwand und Mitspracherechte der Beteiligten.GmbH, Holding & Mittelstand
- RetaxationEine Retaxation ist die nachträgliche Kürzung oder Verweigerung der Erstattung durch die Krankenkasse, weil sie bei der Rezeptabrechnung einen Fehler feststellt. Die Apotheke hat das Arzneimittel dann bereits abgegeben.Apotheken
- Reverse-Charge-VerfahrenBeim Reverse-Charge-Verfahren schuldet der Leistungsempfänger statt des leistenden Unternehmers die Umsatzsteuer. In Deutschland regelt das § 13b UStG als Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers.Umsatzsteuer & E-Commerce
- RohertragDer Rohertrag (Rohgewinn) ist der Umsatz abzüglich des Wareneinsatzes. Er zeigt, was vor Personal- und sonstigen Betriebskosten übrig bleibt und ist im Handel und in Apotheken eine zentrale Steuerungsgröße.Gründung & Unternehmensführung
- RückstellungenRückstellungen sind Passivposten in der Bilanz für Verpflichtungen, die dem Grunde oder der Höhe nach noch ungewiss sind und handelsrechtlich für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (§ 249 HGB).Buchführung & Jahresabschluss
S
- SachbezugEin Sachbezug ist ein Vorteil in Geldeswert, den Du als Arbeitnehmer neben dem Gehalt erhältst. Sachbezüge bis EUR 50,00 im Monat bleiben steuerfrei, wenn sie unter die Sachbezugsfreigrenze fallen.Lohn & Personal
- SäumniszuschlagDer Säumniszuschlag ist ein Zuschlag von 1 % pro angefangenem Monat auf Steuern, die Du nicht bis zum Fälligkeitstag zahlst (§ 240 AO). Bei Verspätung bis zu drei Tagen fällt er nicht an.Betriebsprüfung, Verfahren & Rechtsschutz
- SchachtelprivilegDas Schachtelprivileg stellt Dividenden, die eine Kapitalgesellschaft von einer anderen erhält, nach § 8b KStG zu 95 Prozent steuerfrei. Bei einer Beteiligung unter 10 Prozent gilt die Befreiung nicht.GmbH, Holding & Mittelstand
- SchätzungEine Schätzung liegt vor, wenn das Finanzamt Besteuerungsgrundlagen nicht ermitteln oder berechnen kann und sie nach § 162 AO schätzt. Sie trifft vor allem Unternehmer mit fehlenden Erklärungen oder lückenhafter Buchführung.Betriebsprüfung, Verfahren & Rechtsschutz
- ScheinselbstständigkeitScheinselbstständigkeit liegt vor, wenn jemand als Selbstständiger auftritt, tatsächlich aber weisungsgebunden in einen fremden Betrieb eingegliedert ist. Dann gilt er sozialversicherungsrechtlich als Beschäftigter.Lohn & Personal
- SchenkungsteuerDie Schenkungsteuer fällt an, wenn Dir jemand zu Lebzeiten freigebig Vermögen zuwendet, etwa Geld, eine Immobilie oder Unternehmensanteile. Grundlage ist das Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz mit persönlichen Freibeträgen.Erbschaft, Schenkung & Nachfolge
- SchnittstelleEine Schnittstelle (API) verbindet zwei Systeme, damit Daten ohne manuelle Eingabe fließen, etwa vom Onlineshop, Kassensystem oder Zahlungsdienstleister in die Buchhaltung.GoBD & Tax Technology
- SelbstanzeigeDie Selbstanzeige ist die Berichtigung, Ergänzung oder Nachholung unrichtiger oder fehlender Steuerangaben, die unter den Voraussetzungen des § 371 AO Straffreiheit bei Steuerhinterziehung bewirkt. Die Anzeige muss vollständig und rechtzeitig sein.Betriebsprüfung, Verfahren & Rechtsschutz
- SkontoSkonto ist ein Preisnachlass für Zahlung innerhalb einer vereinbarten Frist, etwa 2 % bei Zahlung in zehn Tagen. Er mindert das Entgelt und damit auch Wareneinsatz und Vorsteuer.Gründung & Unternehmensführung
- Sofortabschreibung digitaler WirtschaftsgüterFür Computerhardware und bestimmte Software lässt die Finanzverwaltung eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von einem Jahr zu, sodass Du die Kosten im Anschaffungsjahr voll abschreiben kannst.Buchführung & Jahresabschluss
- Soll- und Ist-VersteuerungBei der Sollversteuerung entsteht die Umsatzsteuer mit der Leistung, bei der Istversteuerung erst mit dem Zahlungseingang. Die Istversteuerung gibt es nur auf Antrag nach § 20 UStG.Umsatzsteuer & E-Commerce
- SonderabschreibungDie Sonderabschreibung nach § 7g Abs. 5 EStG erlaubt kleinen und mittleren Betrieben, zusätzlich zur normalen Abschreibung bis zu 40 % der Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter über fünf Jahre abzusetzen.Buchführung & Jahresabschluss
- SonderausgabenSonderausgaben sind private Aufwendungen, die das Einkommensteuergesetz ausdrücklich zum Abzug zulässt, etwa Vorsorgebeiträge, Kirchensteuer oder Spenden. Das zu versteuernde Einkommen sinkt dadurch.Einkommensteuer & Deklaration
- StammkapitalDas Stammkapital ist der im Gesellschaftsvertrag festgelegte Betrag, den die Gesellschafter einer GmbH als Haftungsgrundlage aufbringen. Es muss mindestens EUR 25.000,00 betragen und darf nicht an Gesellschafter ausgezahlt werden.GmbH, Holding & Mittelstand
- SteuerberaterEin Steuerberater berät und vertritt Mandanten in Steuersachen und hilft bei deren steuerlichen Pflichten. Der Beruf ist ein freier Beruf mit Prüfung, Kammerpflicht und Berufshaftpflicht.Steuerberatung & Kanzlei
- SteuerberatervergütungsverordnungDie Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) regelt, wie Steuerberater ihre Leistungen abrechnen, wenn keine andere Vergütung vereinbart wurde. Sie wurde zum 1. Juli 2025 geändert.Steuerberatung & Kanzlei
- SteuerbescheidEin Steuerbescheid ist der schriftliche oder elektronische Verwaltungsakt, mit dem das Finanzamt eine Steuer festsetzt. Er legt fest, wie viel Du zahlen musst oder erstattet bekommst.Betriebsprüfung, Verfahren & Rechtsschutz
- SteuerfahndungDie Steuerfahndung ist die Ermittlungseinheit der Finanzverwaltung für Steuerstraftaten. Die Fahndung erforscht Steuerhinterziehung, ermittelt Besteuerungsgrundlagen und kann Durchsuchungen durchführen.Betriebsprüfung, Verfahren & Rechtsschutz
- SteuerhinterziehungSteuerhinterziehung begeht, wer das Finanzamt vorsätzlich falsch oder unvollständig informiert oder pflichtwidrig schweigt und dadurch Steuern verkürzt (§ 370 AO). Sie ist eine Straftat mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe.Betriebsprüfung, Verfahren & Rechtsschutz
- SteuerklassenSteuerklassen bestimmen, wie viel Lohnsteuer Dein Arbeitgeber monatlich einbehält. Es gibt sechs Klassen. Die Jahressteuer legen sie nicht fest, sie ergibt sich erst aus der Veranlagung.Einkommensteuer & Deklaration
- SteuernummerDie Steuernummer vergibt das Finanzamt für Dein Unternehmen. Sie unterscheidet sich von der Steuer-ID, die jede Person einmal erhält und von der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer für den EU-Handel.Gründung & Unternehmensführung
- SteuertarifDer Steuertarif legt fest, welcher Steuersatz auf Dein zu versteuerndes Einkommen angewendet wird. Er steigt mit dem Einkommen, vom Grundfreibetrag über Progressionszonen bis zum Spitzensteuersatz von 42 % und 45 %.Einkommensteuer & Deklaration
- SteuervorauszahlungSteuervorauszahlungen sind Abschlagszahlungen auf die Einkommensteuer des laufenden Jahres, die das Finanzamt festsetzt. Betroffen sind vor allem Selbstständige, Gewerbetreibende und Vermieter.Einkommensteuer & Deklaration
- Stille ReservenStille Reserven sind der Unterschied zwischen dem Buchwert eines Wirtschaftsguts und seinem höheren Wert. Sie bleiben unversteuert, bis sie durch Verkauf, Entnahme oder Aufgabe aufgedeckt werden.GmbH, Holding & Mittelstand
- StreubesitzdividendenStreubesitzdividenden sind Ausschüttungen aus Beteiligungen unter 10 Prozent, die eine Kapitalgesellschaft zu Beginn des Kalenderjahres hält. Nach § 8b Abs. 4 KStG sind diese voll körperschaftsteuerpflichtig.GmbH, Holding & Mittelstand
- StundungDie Stundung nach § 222 AO schiebt die Fälligkeit einer Steuerforderung hinaus oder erlaubt Ratenzahlung, wenn die sofortige Zahlung für Dich eine erhebliche Härte wäre. Dafür fallen Stundungszinsen an.Betriebsprüfung, Verfahren & Rechtsschutz
T
- Tax Compliance Management SystemEin Tax Compliance Management System (TCMS, Tax CMS) ist ein dokumentiertes System aus Prozessen, Kontrollen und Verantwortlichkeiten, mit dem ein Unternehmen seine steuerlichen Pflichten zuverlässig erfüllt.GoBD & Tax Technology
- TeileinkünfteverfahrenIm Teileinkünfteverfahren sind 40 Prozent der Dividenden und Veräußerungsgewinne aus GmbH-Anteilen steuerfrei, 60 Prozent werden mit dem persönlichen Steuersatz versteuert. Dafür sind 60 Prozent der Kosten abziehbar.GmbH, Holding & Mittelstand
- Thesaurierungsbegünstigung (§ 34a EStG)Die Thesaurierungsbegünstigung nach § 34a EStG erlaubt Einzelunternehmern und Mitunternehmern, nicht entnommene Gewinne auf Antrag mit einem ermäßigten Steuersatz zu versteuern. Werden diese Gewinne später entnommen, folgt eine Nachversteuerung mit 25 %.GmbH, Holding & Mittelstand
U
- UG (haftungsbeschränkt)Die UG (haftungsbeschränkt) ist eine Variante der GmbH, die mit weniger als EUR 25.000,00 Stammkapital gegründet werden kann. Sie muss dafür einen Teil ihres Jahresüberschusses als Rücklage ansparen.GmbH, Holding & Mittelstand
- UmsatzsteuerDie Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer, USt, MwSt) ist eine Verbrauchsteuer auf Lieferungen und sonstige Leistungen. Unternehmer führen sie an das Finanzamt ab, wirtschaftlich trägt sie der Endverbraucher.Umsatzsteuer & E-Commerce
- UmsatzsteuersätzeIn Deutschland gelten der Regelsteuersatz von 19 % und der ermäßigte Steuersatz von 7 %. Welcher Satz zutrifft, hängt von der konkreten Lieferung oder Leistung ab, nicht von Deiner Branche.Umsatzsteuer & E-Commerce
- Umsatzsteuer-VoranmeldungDie Umsatzsteuer-Voranmeldung (UStVA) ist die regelmäßige Selbstanmeldung der Umsatzsteuer für einen Monat oder ein Quartal. Du übermittelst sie elektronisch, die Zahllast ist zum gleichen Termin fällig.Umsatzsteuer & E-Commerce
- UmwandlungEine Umwandlung ändert Rechtsform oder Struktur eines Unternehmens durch Formwechsel, Verschmelzung oder Spaltung. Das Umwandlungssteuergesetz entscheidet, ob dabei stille Reserven versteuert werden.GmbH, Holding & Mittelstand
- UnternehmensbewertungDie Unternehmensbewertung ermittelt den Unternehmenswert zu einem Stichtag, meist über das Ertragswertverfahren. Anlass sind Verkauf, Nachfolge, Abfindung, Schenkung oder Erbschaft.GmbH, Holding & Mittelstand
- UnternehmensnachfolgeUnternehmensnachfolge bezeichnet die Übergabe eines Unternehmens an einen Nachfolger durch Schenkung, Erbfall oder Verkauf. Steuerlich entscheiden Erbschaftsteuer, Einkommensteuer auf den Veräußerungsgewinn und der Erhalt des Betriebs.Erbschaft, Schenkung & Nachfolge
- USt-IdNr.Die USt-IdNr. (Umsatzsteuer-Identifikationsnummer) ist eine Nummer, mit der Unternehmer im EU-Binnenmarkt identifiziert werden. Das Bundeszentralamt für Steuern erteilt sie auf Antrag.Umsatzsteuer & E-Commerce
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- VeräußerungsgewinnDer Veräußerungsgewinn ist der Gewinn aus dem Verkauf oder der Aufgabe eines ganzen Betriebs, Teilbetriebs oder Mitunternehmeranteils (§ 16 EStG). Freibetrag und Tarifermäßigung können die Steuer senken.Immobilien & Vermögen
- Verdeckte GewinnausschüttungEine verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) liegt vor, wenn eine GmbH ihrem Gesellschafter einen Vorteil gewährt, den sie einem Fremden nicht gewährt hätte. Der Vorteil mindert ihren steuerlichen Gewinn nicht.GmbH, Holding & Mittelstand
- VerfahrensdokumentationDie Verfahrensdokumentation beschreibt, wie in Deinem Unternehmen steuerlich relevante Daten erzeugt, verarbeitet und aufbewahrt werden. Die GoBD erwarten sie für jedes eingesetzte Datenverarbeitungssystem.GoBD & Tax Technology
- Verlagerung der BuchführungDie Verlagerung der Buchführung bedeutet, dass Bücher und Aufzeichnungen nicht im Inland geführt werden. Nach § 146 Abs. 2 AO gilt das Inland als Regel, für elektronische Bücher gibt es Ausnahmen.GoBD & Tax Technology
- Verlustvortrag (§ 10d EStG)Ein Verlustvortrag entsteht, wenn steuerliche Verluste weder im Entstehungsjahr ausgeglichen noch in Vorjahre zurückgetragen werden können. Er wird gesondert festgestellt und mindert in späteren Jahren die Steuer, begrenzt durch die Mindestbesteuerung.GmbH, Holding & Mittelstand
- Vermietung und VerpachtungEinkünfte aus Vermietung und Verpachtung erzielst Du, wenn Du Immobilien oder Rechte gegen Entgelt überlässt. Maßgeblich ist § 21 EStG: Die Einnahmen abzüglich der Werbungskosten ergeben die Einkünfte.Immobilien & Vermögen
- Vermögensverwaltende GmbHEine vermögensverwaltende GmbH hält Wertpapiere, Beteiligungen oder Immobilien, ohne operativ tätig zu sein. Sie ist steuerlich stets gewerblich und zahlt Körperschaft- und Gewerbesteuer.GmbH, Holding & Mittelstand
- Verpachtung der ApothekeDie Verpachtung der Apotheke ist nach dem Apothekengesetz nur in engen Fällen erlaubt, etwa bei einem wichtigen persönlichen Grund des Erlaubnisinhabers. Der Pächter braucht eine eigene Erlaubnis.Apotheken
- Verschonungsabschlag für BetriebsvermögenDer Verschonungsabschlag nach § 13a ErbStG stellt begünstigtes Betriebsvermögen bei Erbschaft oder Schenkung zu 85 % oder auf Antrag zu 100 % steuerfrei. Im Gegenzug musst Du Behaltensfrist und Lohnsumme einhalten.Erbschaft, Schenkung & Nachfolge
- VerspätungszuschlagDer Verspätungszuschlag ist eine Sanktion für Steuererklärungen, die Du zu spät oder gar nicht abgibst (§ 152 AO). Er beträgt in der Regel 0,25 % der festgesetzten Steuer je angefangenem Monat.Betriebsprüfung, Verfahren & Rechtsschutz
- Vollstreckung durch das FinanzamtDie Vollstreckung durch das Finanzamt ist die zwangsweise Beitreibung fälliger Steuerschulden, etwa durch Konto-, Lohn- oder Sachpfändung. Einen Gerichtsbeschluss braucht das Finanzamt dafür nicht.Betriebsprüfung, Verfahren & Rechtsschutz
- Vorläufiger SteuerbescheidEin vorläufiger Steuerbescheid enthält einen Vorläufigkeitsvermerk nach § 165 AO: Das Finanzamt setzt die Steuer fest, behält sich aber wegen ungeklärter Punkte eine spätere Änderung vor.Betriebsprüfung, Verfahren & Rechtsschutz
- VorsteuerabzugDer Vorsteuerabzug erlaubt Unternehmern, die ihnen in Rechnung gestellte Umsatzsteuer von der eigenen Umsatzsteuer abzuziehen. Voraussetzung sind unter anderem eine ordnungsgemäße Rechnung und die Verwendung für das Unternehmen.Umsatzsteuer & E-Commerce
- Vorweggenommene ErbfolgeVorweggenommene Erbfolge ist die Übertragung von Vermögen zu Lebzeiten, meist an Kinder, im Hinblick auf die spätere Erbfolge. Steuerlich zählen Schenkungsteuer, Freibeträge, Gegenleistungen und Versorgungsrechte wie ein Nießbrauch.Erbschaft, Schenkung & Nachfolge
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- Warenlager der ApothekeDas Warenlager umfasst alle Arzneimittel und Waren, die die Apotheke zum Verkauf vorrätig hält. Es wird mindestens einmal im Jahr inventarisiert und mit den Anschaffungskosten bewertet.Apotheken
- WarenwirtschaftssystemDas Warenwirtschaftssystem (WaWi) verwaltet in der Apotheke Einkauf, Lager und Verkauf und liefert Daten für Kasse, Rezeptabrechnung und Buchhaltung. Steuerlich sind diese Daten aufbewahrungspflichtig.Apotheken
- WegzugsbesteuerungDie Wegzugsbesteuerung nach § 6 AStG besteuert beim Wegzug ins Ausland den Wertzuwachs von Anteilen an Kapitalgesellschaften, als wären sie verkauft worden. Es entsteht Steuer ohne Verkaufserlös.Internationales Steuerrecht
- WerbungskostenWerbungskosten sind Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung von Einnahmen, etwa Fahrtkosten oder Arbeitsmittel. Vor allem mindern sie die Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit.Einkommensteuer & Deklaration
X
Y
Z
- ZuflussprinzipNach dem Zufluss- und Abflussprinzip (§ 11 EStG) zählen Einnahmen in dem Jahr, in dem sie Dir zufließen und Ausgaben in dem Jahr, in dem Du sie leistest. Es prägt vor allem die Einnahmenüberschussrechnung.Buchführung & Jahresabschluss
- Zusammenfassende MeldungDie Zusammenfassende Meldung (ZM) ist eine elektronische Meldung an das Bundeszentralamt für Steuern über innergemeinschaftliche Lieferungen und bestimmte Leistungen an Unternehmer in der EU. Sie ist unabhängig von der Voranmeldung.Umsatzsteuer & E-Commerce
- ZwangsgeldDas Zwangsgeld ist ein Beugemittel, mit dem das Finanzamt Dich zu einer Handlung zwingt, etwa zur Abgabe einer Steuererklärung. Es muss vorher angedroht werden und darf nach § 329 AO je Festsetzung EUR 25.000,00 nicht übersteigen.Betriebsprüfung, Verfahren & Rechtsschutz